Nachrichten vom Dienstag, 29.09.2026

Unter dem Radar

95 Prozent des vererbten Vermögens entfallen auf Westdeutschland

Eine aktuelle Statistik zeigt auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung eine starke regionale Vermögensungleichheit. Demnach entfallen 95 Prozent des vererbten und verschenkten Vermögens auf Westdeutschland. Die Verteilung macht sichtbar, wie ungleich die Möglichkeiten zur Weitergabe privaten Vermögens zwischen Ost und West weiterhin sind.

Quelle: deutschlandfunk.de

Sachsen und Hessen

Elbe Flugzeugwerke warten künftig NH90-Hubschrauber in Dresden

Die Elbe Flugzeugwerke übernehmen in Dresden die Inspektion und Reparatur von NH90-Hubschraubern der Bundeswehr. Das Unternehmen kennt den Hubschraubertyp bereits aus früheren Arbeiten. Neu ist die Vertragsart, unter der die Wartung künftig erfolgt. Damit erhält der Dresdner Standort einen konkreten Auftrag für die laufende technische Betreuung der Bundeswehrflotte.

Quelle: mdr.de

Petition wendet sich gegen Kürzungen bei der Eingliederungshilfe

In Sachsen richtet sich eine Petition gegen geplante Kürzungen bei der Eingliederungshilfe. Hintergrund sind Einsparungen und weitere Veränderungen, die im Zuge der Pflegereform des Bundes vorgesehen sind. Menschen mit Behinderungen befürchten, dass für sie wichtige Unterstützung wegfallen könnte. Die Petition bringt diese Sorge in das laufende politische Verfahren ein.

Quelle: mdr.de

Züge zwischen Görlitz und Bischofswerda fahren wieder

Der Zugverkehr zwischen Görlitz und Bischofswerda ist wieder aufgenommen worden. Eine technische Signalstörung hatte die Verbindung am Montag unterbrochen. Nach der Behebung der Störung können die Züge auf der Strecke wieder verkehren.

Quelle: mdr.de

Wem nützt's?

Nach spanischen Großprotesten kann eine 87-Jährige in ihre Wohnung zurückkehren

Die 87-jährige Maricarmen Abascal kann nach Angaben ihres Anwalts wieder in ihre Wohnung einziehen. Ihre Zwangsräumung hatte in Spanien umfangreiche Proteste ausgelöst. Für Abascal ist damit eine konkrete Rückkehrlösung erreicht. Eine darüber hinausgehende Änderung des spanischen Wohnungs- oder Mietrechts geht aus der Meldung bislang nicht hervor.

Quelle: bbc.co.uk

Modemarke Yes Friends zahlt Prämien direkt an Beschäftigte aus

Die Bristoler Modemarke Yes Friends verbindet erschwingliche Kleidung mit zertifizierter Bio- und Fair-Trade-Baumwolle. Über eine Trinkgeldfunktion und eine Living-Wage-Prämie flossen nach Angaben des Unternehmens bislang mehr als 56.000 Pfund direkt an Beschäftigte der Textilproduktion. Eine Investition von 20.000 Pfund durch Deborah Meaden soll den Ausbau des Modells finanzieren; die Angaben stammen aus einem Porträt des Unternehmens.

Quelle: positive.news

Welt

Iran erwartet US-Antwort auf Plan zur Öffnung der Straße von Hormus

Irans Außenminister Abbas Araghchi erwartet am Dienstag eine Antwort Washingtons auf einen iranischen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Teheran verlangt im Gegenzug Garantien, zu denen ein regionaler Waffenstillstand gehören soll. Damit wird der Zugang zu einer zentralen Schifffahrtsroute unmittelbar mit Verhandlungen über die regionale Sicherheitslage verbunden.

Quelle: france24.com

Argentinien setzt Großbritannien wegen Ölfeld bei den Falklandinseln unter Druck

Argentinien droht Großbritannien mit rechtlichen Schritten wegen der Erschließung des Ölfelds Sea Lion bei den Falklandinseln. Präsident Javier Milei setzte eine Frist von zwei Wochen, innerhalb derer das Projekt aufgegeben werden soll. Der langjährige Souveränitätsstreit erhält damit eine neue wirtschafts- und energiepolitische Dimension.

Quelle: bbc.co.uk

Natur & Umwelt

Berliner Labor setzt wiederverwendbare und kompostierbare Materialien praktisch ein

Das C2C LAB in Berlin erprobt Innenräume, in denen Materialien wiederverwendet oder kompostiert werden können. In den Räumen wachsen luftreinigende Pflanzen an den Wänden, während Lampenschirme aus Myzel hergestellt wurden. Das Labor setzt damit mehrere Elemente einer kreislauforientierten Bau- und Einrichtungspraxis bereits an einem realen Standort ein.

Quelle: reasonstobecheerful.world

KI & Benchmarks

OpenAI stoppt Veröffentlichung von Astra 6.1 nach Sicherheitstests

OpenAI wird sein neues KI-Modell Astra 6.1 vorerst nicht veröffentlichen. Nach Angaben des Unternehmens erfüllte das Modell in internen Tests die eigenen Sicherheitsstandards nicht. Die Entscheidung fiel unmittelbar vor der für Dienstag geplanten Entwicklerkonferenz DevDay. Damit bleibt das beanstandete Modell außerhalb des öffentlichen Rollouts.

Quelle: france24.com

Anthropic veröffentlicht schnelleres und günstigeres Claude Sonnet 5.5

Anthropic hat Claude Sonnet 5.5 vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet das Modell 30 Prozent schneller als Sonnet 5. Für die meisten Anwendungen sollen die Kosten um bis zu 30 Prozent sinken. Unabhängige Benchmark-Ergebnisse werden in der Ankündigung nicht genannt.

Quelle: anthropic.com