Nachrichten vom Samstag, 11.07.2026

Welt

Trump droht Iran mit massiver Vergeltung

US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung nach Berichten mit neuen Angriffen gedroht, falls es zu einem Attentatsversuch gegen ihn kommen sollte. Die Aussage verschärft den Ton in einem ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Washington und Teheran. Konkrete Belege für einen unmittelbar bevorstehenden Anschlagsplan nennt der Quellenkontext nicht.

Quelle: deutschlandfunk.de

USA wollen iranische Zusage zur Straße von Hormus

Die USA drängen Iran laut BBC auf die Zusage, Schiffe in der Straße von Hormus nicht mehr zu beschießen. Vizepräsident JD Vance soll zu den US-Vertretern gehören, die an neuen Gesprächen in Oman teilnehmen. Die Meerenge bleibt strategisch zentral, weil dort ein großer Teil des globalen Öltransports gebündelt wird.

Quelle: bbc.co.uk

Hinweise auf neue Arbeiten an iranischen Nuklearanlagen

Ein US-Forschungsinstitut sieht Hinweise darauf, dass Iran im Krieg zerstörte Nuklearanlagen wieder aufbaut. Deutschlandfunk berichtet von entsprechenden Einschätzungen aus den USA. Bestätigt ist damit nicht, wie weit mögliche Arbeiten fortgeschritten sind oder ob sie militärische Zielsetzung haben.

Quelle: deutschlandfunk.de

Unter dem Radar

Krypto-Milliardäre bauen an Privatstaaten

Die BBC berichtet über Krypto-Milliardäre, die eigene staatsähnliche Projekte aufbauen wollen. Ihr politischer Kern: Wer mehr Geld hat, soll mehr Einfluss oder sogar mehr Stimmen kaufen können. Das ist weniger ein Technikprojekt als ein Angriff auf das Prinzip gleicher politischer Rechte.

Quelle: bbc.co.uk

Zero-Days für Geheimdienste: BSI droht zur Zulieferstelle zu werden

Heise berichtet über Pläne aus dem Innenministerium, BND und Verfassungsschutz mit Zero-Day-Fähigkeiten deutlich aufzuwerten. Kritisch daran ist vor allem die mögliche Verschiebung des BSI: weg von Schutz und Sicherheitslücken-Schließung, hin zur Zulieferung für staatliche Cyberangriffe. Das würde den Zielkonflikt zwischen IT-Sicherheit für alle und offensiver Machtpolitik verschärfen.

Quelle: heise.de

Wem nützt's?

Der Markt für Zero-Days bekommt neue schmutzige Käufer

Krebs on Security beschreibt ein offensives Cybersecurity-Startup, das Millionenbeträge für Zero-Day-Schwachstellen zahlen will. Laut Bericht stehen dahinter Personen mit Verurteilungen und Verbindungen in rechtsextreme Verschwörungsmilieus. Profitieren würden vor allem Broker, Angreifer und staatliche oder private Akteure, die Sicherheitslücken lieber horten als schließen.

Quelle: krebsonsecurity.com

Tech & Open Source

Hermes-Agent und Qwen 3.6 sollen KI lokal halten

Heise berichtet über den Einsatz von Hermes-Agent mit lokalen Modellen wie Qwen 3.6. Der Fokus liegt auf KI-Agenten, die nicht zwingend intime Daten in Cloud-Dienste schicken müssen. Für Nutzerinnen und Nutzer ist das praktisch, wenn Automatisierung, Datenschutz und Kontrolle über die eigene Maschine zusammenkommen sollen.

Quelle: heise.de

Security & Privacy

GigaWiper bündelt Wiper und Ransomware in einem Windows-Backdoor-Paket

The Register berichtet über eine destruktive Windows-Backdoor namens GigaWiper. Microsoft zufolge kombiniert sie mindestens drei Malware-Familien in einem modularen Werkzeug. Das ist besonders gefährlich, weil Spionage, Sabotage und Erpressung damit technisch enger zusammenrücken.

Quelle: theregister.com

Natur & Umwelt

Südspanien kämpft gegen tödliche Waldbrände

In Andalusien dauern Löscharbeiten und die Suche nach Vermissten nach einem schweren Waldbrand an. Deutschlandfunk meldet, dass in Los Gallardos und Bédar mehr als 20 Menschen vermisst wurden. Die BBC berichtet zudem von mindestens zwölf Toten und mehreren britischen Opfern.

Quelle: deutschlandfunk.de

KI & Benchmarks

Anthropic stellt Claude Sonnet 5 als Frontier-Modell vor

Anthropic bewirbt Claude Sonnet 5 als Modell für Coding, Agenten und professionelle Arbeit im großen Maßstab. Der Eintrag stammt aus dem Anthropic-Newsroom und ist damit eine Herstellerankündigung, kein unabhängiger Benchmark. Für die Einordnung zählen daher weiter externe Messungen wie Chatbot Arena, Artificial Analysis oder Papers with Code.

Quelle: anthropic.com

In aller Munde aber vermutlich Müll

AfD-Gutachten als fertiges Verbotsurteil

Google-News-Treffer zeigen, wie ein NGO- beziehungsweise Rechtsgutachten schnell zur Kurzformel „AfD ist verfassungswidrig“ verdichtet wird. Der belastbare Kern ist ein juristisches Gutachten und politische Forderungen; die verfassungsrechtliche Feststellung oder ein Parteiverbot kann nur ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht liefern. Überdehnt ist die mediale Abkürzung, als sei ein Gutachten schon ein Urteil. Sauberer wäre: Ein Gutachten sieht Argumente für ein Verbotsverfahren; gerichtliche Prüfung und politische Entscheidung stehen aus.

Quelle: news.google.com