Nachrichten vom Montag, 29.06.2026

Welt

USA und Iran wollen weiterreden

Die USA sagen laut France 24, die Gespräche mit Iran zur Beendigung des Kriegs im Nahen Osten sollten weitergehen. Ein US-Vertreter erklärte demnach, beide Seiten würden nach jüngsten Zusammenstößen ihre Angriffe pausieren. Zugleich bleibt die Lage regional angespannt, weil der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri einen US-israelischen Rahmenplan ablehnte und die Hisbollah ihr Recht auf Selbstverteidigung betonte.

Quelle: france24.com

Pakistan meldet Vergeltungsschläge in Afghanistan

Pakistan gibt an, in Ostafghanistan Luftschläge und Bodenoperationen ausgeführt zu haben. Nach Darstellung Islamabads wurden dabei 25 Militante getötet. Die Operationen seien eine Reaktion auf jüngste tödliche Angriffe gewesen, darunter die Tötung paramilitärischer Kräfte in Karachi.

Quelle: france24.com

Unter dem Radar

AfD-Gutachten befeuert Verbotsdebatte

Im Radar erscheinen mehrere Meldungen zu einem Gutachten, das die AfD als verfassungswidrig einstuft. Genannt werden unter anderem Forderungen der Grünen nach einem neuen Anlauf für ein Verbotsverfahren sowie Berichte über eine Petition mit mehr als 1,3 Millionen Unterstützern. Der Quellenkontext liefert dazu vor allem Schlagzeilen und eine Google-News-Suche, nicht das Gutachten selbst.

Quelle: news.google.com

Australien prüft Social-Media-Konzerne wegen Kinderverbots

Australien untersucht laut The Register fünf große Social-Media-Unternehmen, weil sie ein Verbot für Kinder nicht ausreichend durchsetzen sollen. Der Fall zeigt, dass Plattformregulierung zunehmend nicht nur Datenschutz, sondern auch Alterskontrolle und Durchsetzungspflichten umfasst. Für die Konzerne geht es damit um mehr als Moderation: Es geht um nachweisbare Compliance.

Quelle: theregister.com

Security & Privacy

Taiwan warnt vor billigen eSIMs

Taiwans Digitalministerium warnt laut Heise vor günstigen eSIMs, die für Urlaubsreisen gekauft werden. Der Datenverkehr könne dabei durch China geleitet werden. Dadurch könnten nach Einschätzung der Behörde Daten abgegriffen werden, was aus einem Schnäppchen ein Überwachungsrisiko macht.

Quelle: heise.de

Scattered-Spider-Mitglieder bekennen sich schuldig

Zwei Männer haben sich laut Krebs on Security in Großbritannien gleich am ersten Prozesstag schuldig bekannt. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit dem Cyberangriff vom August 2024 auf Transport for London. Der Angriff hatte das öffentliche Verkehrsnetz der Region Greater London erheblich beeinträchtigt.

Quelle: krebsonsecurity.com

Natur & Umwelt

WHO sieht über 1.300 zusätzliche Hitzetote in Europa

Die aktuelle europäische Hitzewelle mit Rekordtemperaturen ist laut WHO mitverantwortlich für mehr als 1.300 zusätzliche Todesfälle. Deutschlandfunk berichtet über die Einschätzung des WHO-Chefs. Die Zahl macht die Hitzewelle nicht nur zu einem Wetterereignis, sondern zu einer akuten Gesundheitslage.

Quelle: deutschlandfunk.de

Hitze setzt Deutschlands Strominfrastruktur zu

Nach Bränden an mehreren Trafostationen waren laut Deutschlandfunk viele Menschen während der Hitzewelle zeitweise ohne Strom. Besonders betroffen war demnach der Westen Deutschlands. Polizei, Feuerwehr und Energieversorger mussten in den vergangenen Tagen wiederholt ausrücken.

Quelle: deutschlandfunk.de

Forschung

Pixel können senden und empfangen

Forscher haben laut The Register einen Pixel entwickelt, der Licht sowohl aussenden als auch empfangen kann. Der Bericht beschreibt das als Baustein für neue Formen von Lichtformung und Lichtübertragung. Technisch interessant ist daran gerade die Doppelfunktion: Ein einzelnes Element übernimmt Aufgaben, die sonst getrennt gedacht werden.

Quelle: theregister.com

KI & Benchmarks

Neue Metriken für latente Gedanken in LLMs

Ein neues arXiv-Paper schlägt ein axiomatisches Evaluationsframework für latente Gedankenrepräsentationen in großen Sprachmodellen vor. Die Metriken sollen unabhängig von nachgelagerten Benchmark-Scores funktionieren. Ziel ist es, Repräsentationsfehler sichtbar zu machen, die klassische Benchmarks überdecken können.

Quelle: arxiv.org

In aller Munde aber vermutlich Müll

Selenskyjs 40-Tage-Geheimdienstoperation

Google-News-Treffer zeigen eine breite Wiederholung der Formel, Selenskyj wolle Russland mit einer 40-tägigen Geheimdienstoperation „zum Frieden zwingen“. Der belegbare Kern ist deutlich kleiner: Es handelt sich um eine ukrainische Ankündigung beziehungsweise Selbstdarstellung; operative Wirkung, Umfang und Erfolg sind kaum unabhängig überprüfbar. Vermutlich Müll ist hier nicht zwingend die Existenz einer Operation, sondern die mediale Verdichtung zu einem quasi planbaren Friedenshebel. Sauberer wäre: Ukraine kündigt Geheimdienstaktivitäten an; ob daraus politischer oder militärischer Zwang entsteht, ist offen.

Quelle: news.google.com