EU-Parlament billigt schärferen Schutzschirm für Stahlimporte
Das Europäische Parlament hat einer Verschärfung der EU-Stahlschutzregeln zugestimmt: zollfreie Importmengen sollen fast halbiert werden, auf Mengen oberhalb der Quote würden 50 % Zoll statt bisher 25 % fällig. Das ist für Deutschland und die EU substanziell, weil Stahl Grundmaterial für Auto-, Maschinenbau- und Rüstungsindustrie ist — und weil höhere Schutzmauern zwar europäische Produzenten stützen, aber die Kosten für verarbeitende Industrie spürbar anheben können. Reuters verweist zudem auf frühere Branchenschätzungen von 5 bis 9 Milliarden Euro möglicher Zusatzkosten pro Jahr für stahlverbrauchende Hersteller. Europa rutscht damit tiefer in einen globalen Industrie- und Zollkonflikt, in dem China-Überkapazitäten, US-Handelspolitik und eigene Deindustrialisierungsängste gleichzeitig wirken.
Quelle: reuters.com