Die US-Marine hat am Sonntag ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff in der Straße von Hormuz aufgebracht, nachdem Schüsse auf den Maschinenraum es zum Stopp zwangen — Präsident Trump verkündete die Kaperung per Social-Media-Post. Teheran bezeichnet den Vorfall als „Piraterie" und kündigt Vergeltungsmaßnahmen an. Parallel sagte Iran die für Islamabad geplante zweite Verhandlungsrunde mit den USA ab; die IRGC erklärt die Straße von Hormuz so lange für gesperrt, wie die US-Seeblockade iranischer Häfen andauert. Seit dem 13. April wurden 23 Schiffe zur Umkehr gezwungen; am heutigen Sonntag passierte kein einziger Tanker die Meerenge.
Kiew: Schütze tötet 6 Menschen in Supermarkt — Ukraine eröffnet Terrorermittlung
Ein 57-jähriger Ukrainer erschoss am Samstag in Kiews Stadtbezirk Holosiivskyi mit einer Automatikwaffe sechs Menschen auf offener Straße, bevor er in einem nahegelegenen Supermarkt Geiseln nahm. Nach 40-minütigen Verhandlungen stürmte eine Spezialeinheit der Nationalpolizei das Gebäude; der Täter wurde erschossen, 14 weitere Personen wurden verletzt. Der Schütze — Dmytro Wasylchenkow, in Moskau geboren, zuletzt im Donezk-Gebiet wohnhaft, vorbestraft — hatte zuvor eine Wohnung in Brand gesteckt. Der Angriff wird von den ukrainischen Sicherheitsbehörden als Terrorakt geführt; ein mögliches Verbindungsglied in den Krieg prüfen die Ermittler.
Hormuz-Sperre treibt Öl auf 141 Dollar — IWF warnt vor Nahrungsmittelkrise in Schwellenländern
Brent-Rohöl notiert bei 141 Dollar pro Barrel — höchster Stand seit der Finanzkrise 2008 — als direkte Folge der anhaltenden Hormuz-Sperrung. Der IWF hat im April-Weltwirtschaftsausblick das globale Wachstum im Basisfall auf 3,1 Prozent gesenkt; im Negativszenario drohen 2,0 Prozent — Rezessionsgebiet für exportabhängige Volkswirtschaften. Was im deutschsprachigen Mainstream kaum vorkommt: Düngermittellieferungen aus der Region fallen für die laufende Pflanzsaison aus, was Nahrungsmittelpreise in importabhängigen Ländern Südasiens und Subsahara-Afrikas auf ein Krisen-Niveau treiben kann. Australische Landwirte berichten bereits von rationiertem Diesel und unbezahlbarem Kunstdünger. Das IWF-Szenario beschreibt explizit das Risiko eines dollar-getriebenen globalen Abschwungs, sollte der Energieschock über den Sommer anhalten.
Gletscherschwund 2025: 408 Milliarden Tonnen Eis verloren — sechs der sieben schlimmsten Jahre liegen im letzten Jahrzehnt
Das World Glacier Monitoring Service (WGMS) meldet in einer neuen Studie in Nature Reviews Earth & Environment für das hydrologische Jahr 2025 einen Eismassenverlust von 408 ± 132 Milliarden Tonnen — entsprechend 1,1 mm globalem Meeresspiegelanstieg in einem einzigen Jahr. Seit 1975 summiert sich der Verlust auf 9.583 Mrd. Tonnen (26,4 mm Meeresspiegelanstieg kumuliert); fast 80 Prozent davon nach dem Jahr 2000. Der mittlere jährliche Verlust hat sich von unter 100 Mrd. Tonnen (1976–1995) auf knapp 390 Mrd. Tonnen im letzten Jahrzehnt vervierfacht. Besonders stark betroffen: Westkanada und USA, Island, Zentraleuropa.
IUCN: Kaiserpinguin und Antarktischer Seebär auf „Gefährdet" hochgestuft
Die Weltnaturschutzunion IUCN hat beide Arten auf der Roten Liste in die Kategorie „Endangered" (Gefährdet) verschoben. Beim Kaiserpinguin — bisher „Nicht gefährdet" — belegen Satellitenbilder einen Rückgang von rund 10 Prozent der erwachsenen Population (~20.000 Tiere) zwischen 2009 und 2018; Klimamodelle prognostizieren eine Halbierung der Gesamtpopulation bis in die 2080er-Jahre durch frühen Meereseisverlust. Der Antarktische Seebär hat zwischen 1999 und 2025 knapp 50 Prozent seiner Population verloren, Ursache ist rückläufige Nahrungsverfügbarkeit. Beide gelten als Schlüsselarten für das Indikator-Monitoring des antarktischen Ökosystems.
Apache ActiveMQ: 13 Jahre alte RCE-Lücke unter aktiver Ausnutzung — CISA-Patching-Deadline 30. April
CISA hat CVE-2026-34197 (CVSS 8.8) am 17. April in den Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog (KEV) aufgenommen und US-Bundesbehörden bis 30. April zum Patchen verpflichtet. Die Schwachstelle in Apache ActiveMQ Classic ermöglicht Remote Code Execution (Ausführung beliebigen Codes über das Netz) über die Jolokia-API (HTTP-basierte Verwaltungsschnittstelle für Java-Management-Extensions): Ein Angreifer verleitet den Broker zum Laden einer präparierten Konfigurationsdatei und führt so beliebige Systembefehle aus. Auf den Versionen 6.0.0–6.1.1 reichen Standardzugangsdaten (admin:admin) oder gar keine Credentials. Fortinet-Telemetrie registrierte Dutzende aktive Angriffe mit Spitzenwert um den 14. April. Patch: Upgrade auf Version 5.19.4 oder 6.2.3.
iXsystems hat für April 2026 die Beta-Version von TrueNAS 26 angekündigt. Highlights: Linux-Kernel 6.18 LTS als Basis, OpenZFS 2.4 mit Hybrid-Pool-Support (Flash und Spinning-Disk kombinierbar in einem Pool), eine interne Volltextsuche über gespeicherte Daten (TrueNAS Webshare) sowie eingebaute Ransomware-Erkennung. Ein Datum für den stabilen Release wurde noch nicht kommuniziert; die Beta ist zum Testen verfügbar.